Sie brauchen also einen Referenzwert, der es Ihnen erlaubt, den Erfolg Ihrer Geldanlage zu bewerten. Für die Manager von Investmentfonds – und für deren Kunden – ist dies der (Börsen-)Index, der für den Markt errechnet wird, auf dem sie investieren.

Für einen Fonds, der beispielsweise in deutsche Aktien investiert, ist dies der Index « DAX », der laufend von der Frankfurter Börse berechnet wird. „Der DAX“ ist eine Kennzahl, die auf der Grundlage der Börsenkurse der 30 gröβten und meistgehandelten deutschen Unternehmen errechnet wird. Steigen die Börsenkurse, steigt auch der DAX, und umgekehrt. Der DAX gilt als Indikator für die allgemeine Entwicklung des deutschen Aktienmarktes.

Aber aufgepasst: Wenn der DAX um 1% steigt, so heiβt dies nicht, dass die Aktienkurse aller 30 in ihm enthaltenen Unternehmen ebenfalls um 1% steigen. Einige Aktienkurse steigen stärker, andere weniger, wiederum andere fallen sogar.

Was bedeutet das nun für unseren Investmentfonds, der in deutsche Aktien investiert?

Nun, wenn der DAX über einen gegebenen Zeitraum um 10% zulegt, der Wert unseres Investmentfonds gleichzeitig jedoch um lediglich 4% steigt, dann bedeutet dies, dass der Fondsmanager nicht von der allgemein guten Entwicklung des deutschen Aktienmarktes profitieren konnte, dass er also keine gute Wahl getroffen hat bei den Aktien, in die er das Geld der Anleger investierte. Steigt der Wert unseres Fonds im gleichen Zeitraum jedoch um 13% zum Beispiel, so ist dies ein Zeichen dafür, dass der Fondsmanager ein gutes Gespür für die Aktien hatte, deren Kurse überdurchschnittlich gestiegen sind.