In unserem Beitrag mit dem Titel „Wie bewertet man die Leistung eines Investmentfonds?“ haben wir gesehen, dass diese in der Regel mit einem Index verglichen wird, der die allgemeine Entwicklung des Marktes widerspiegelt, auf dem der Fonds investiert.

Steigt dieser Index beispielsweise um 5% über einen bestimmten Zeitraum, der Wert der Fonds gehaltenen Aktiva jedoch nur um 2%, so hat der Fonds eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung – im Finanzjargon auch „Unterperformance“ genannt – im Vergleich zum Gesamtmarkt erzielt. Steigt der Wert des Fondsvermögens jedoch im gleichen Zeitraum um 7%, so hat der Fonds eine überdurchschnittliche Wertentwicklung (oder „Outperformance“) erzielt, er hat es geschafft, „den Markt zu schlagen“.

Den Markt zu schlagen ist natürlich das Ziel jedes ambitionierten Fondsmanagers, und dies hat nicht nur sportliche Gründe. Denn obwohl eine positive Wertentwicklung („Performance“) in der Vergangenheit keine Garantie dafür darstellt, dass ein Fonds auch in Zukunft Gewinne abwerfen wird, so bleibt die Performance für viele Anleger das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Fonds. Für einen Fonds ist deshalb eine gute Performance das beste Verkaufsargument.

In unserem Beitrag darüber, wie Fonds investieren, haben wir gesehen, dass es für einen Fondsmanager sehr schwer ist, jederzeit genau in den Aktien investiert zu sein, deren Kurse stärker steigen als der Durchschnitt, was jedoch Voraussetzung dafür ist, den Markt zu schlagen. Im ungünstigsten Fall hat er sogar ausgerechnet in jene Aktien investiert, deren Kurse weniger steigen als der Durchschnitt oder sogar fallen. Das Ergebnis ist dann eine Performance, die deutlich niedriger ist als die des Börsenindex, mit dem sich der Fonds vergleicht – ein Albtraum für jeden Fondsmanager.

Um dieses Risiko zu vermeiden, verfolgen etliche Fondsmanager eine relativ simple Strategie: Sie bilden einfach den Börsenindex des Marktes nach, auf dem sie investieren. Aber wie?